St. Antonius in Kaltental

St. Antonius ist die jüngste der drei Gemeinden, die zu unserer Gesamtkirchengemeinde gehören.
In Kaltental wurde auf dem Gelände der ehemaligen Burg in den dreißiger Jahren eine Kirche errichtet. Der erst in den letzten Jahren umgestaltete Kirchenraum wirkt in die Gotttesdienste hinein und prägt ebenso wie das ökumenische Miteinander das Gemeindeleben.

Zur Kirche

Zur Geschichte von Kirche und Gemeinde

"Von hervorragend schönem Platz auf vorgeschobener Geländemasse des Schlossberges im Vorort Kaltental grüßt das neue Kirchlein herunter ins langgestreckte, schmale Tal mit seiner verkehrsreichen Durchgangsstraße nach Böblingen, Tübingen, Rottweil. An historischer Stätte, nächst den Fundamenten des alten Schlosses von Kaltental ist es errichtet über verlassenem Steinbruch und über einstigem Wallgraben, mit seiner Pfeilergründung solid auf dem Felsgrund fußend ...", so schreibt der Architekt Hans Herkommer über die 1932 dem heiligen Antonius geweihte Kirche. Eine Kleinkirche ("...weder eine vergrößerte Kapelle noch eine verkleinerte Großkirche ..") war geplant, für die seit den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts stetig wachsende Zahl der Kaltentaler Katholiken, und wurde dann in einer Abwandlung des Stils alter Basiliken gebaut. Schon damals wurde die klare schlichte Form der "Wegekirche" gelobt, die den liturgischen Bedürfnissen der Gegenwart entsprach, ebenso gelobt wie das Altarbild des Münchner Künstlers Albert Burkart, dessen gekreuzigter Christus sich den Heiligen Antonius und Franziskus unterm Kreuz und damit der ganzen Menschheit zuneigt.
Nach dem Krieg wurde über die Kirche hinaus der Wunsch nach Eigenständigkeit und nach Räumen für Geselligkeit und Gemeinschaft stärker. 1946 wurde die Kaltentaler Gemeinde, die bis dahin zuerst zu St. Maria, dann zu St. Josef gehörte, selbstständig. Schon kurz nach dem Krieg wurde durch die Vermittlung des Caritas-Verbandes ein Kindergarten gebaut. Aber erst 1962 konnte nach langem Ringen um Bauplatz und Baugenehmigungen ein Gemeinde- und Pfarrhaus gebaut werden, das den Namen des heiligen Franziskus trägt.
2005 wurde die Kirche bei der Renovierung umgestaltet, die Raumgestaltung durch die Architekten Pfeifer und Kuhn aus Freiburg und die Künstlerin Madeleine Dietz dem "Communio"-Gedanken des II. Vatikanischen Konzils angepasst: Der Altar ("Tisch des Mahles") rückt vom Chorraum in die Mitte des Raumes und versammelt hier das Volk Gottes, Priester und Gemeinde, in einem Brennpunkt, während der Ambo ("Tisch des Wortes") zum zweiten Brennpunkt des weiten Raumes wird, entsprechend der Bedeutung des Wortes Gottes in der Liturgie seit dem II. Vatikanischen Konzil.
Der Chorraum (damals mit dem Altar) als Ziel der herkommerischen Wegekirche dient nun als Andachtsraum vor dem Tabernakel und dem Altarbild Burkarts, das die Farbgestaltung des neuen Raumes bestimmte. Eine kleine Marienkapelle auf der gegenüberliegenden Eingangsseite lädt ebenfalls zu Stille und Besinnung.
Ein neu gestalteter Verbindungsraum- bzw. gang führt von der Kirche, dem Ort des gemeinsamen Gebets und Gottesdienstes, in den ebenfalls neu renovierten Gemeindesaal, dem Ort der Gemeinschaft im Glauben und Leben.

Der Kirchenpatron St. Antonius

St. Antonius von Padua

Der heilige Antonius von Padua ist - auch als Schutzheiliger für alle, die etwas verloren haben - einer der beliebtesten Volksheiligen...

 

 

1195 als Sohn einer vornehmen Familie in Lissabon geboren und auf den Namen Fernando getauft, strebte er schon früh - statt einer Karriere als Offiziers- und Staatsmann - den Eintritt ins Ordensleben an. Nachdem er sich zuerst den Augustiner-Chorherren angeschlossen hatte, zog es ihn dann aber zu den Franziskanern, und er nahm dort den Namen Antonius an. Mit dem Entschluss Märtyrer zu werden, schiffte er sich nach Nordafrika ein, wurde aber an die Küste Siziliens verschlagen. Einige Zeit lebte er als einfacher Mitbruder in einem Orden der Franziskaner, bis bei einer Feier sein großes Talent als Prediger erkannt wurde. Als großer, mitreißender, aber auch einfühlsamer Prediger sammelte er in Italien und Südfrankreich viele Menschen um sich, starb aber bereits am 13.5.1231. Ein Jahr später schon, im Mai 1232, wurde er von Papst Johannes XXII heilig gesprochen.

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Termine

05.
Mär
2021

Weltgebetstag: Vanuatu - Worauf bauen wir?

18:00 Uhr Kreuzkirche

Weltgebetstag heißt, dass seit über 100 Jahren Frauen, aus einem jährlich wechselnden Land, die Gottesdienst- Liturgie erstellen. Weltweit laden in mehr als 150 Ländern Frauen in ökumenischer Gemeinschaft Frauen und Männer zu diesen Gottesdiensten ein, um für diese Anliegen zu beten und zu informieren, dies immer am ersten Freitag im März. Die Kollekten unterstützen und fördern weltweit mehr als 100 Frauenprojekte.
In diesem Jahr feiern wir in Heslach den Weltgebetstags-Gottesdienst nach allen geltenden Regeln. 
Zu Beginn gibt's Informationen zu Land und Leuten aus Vanuatu, die den Informationsabend im Vorhinein ersetzen. Auf den traditionellen Imbiss mit Begegnung müssen wir leider verzichten.
Im Weltrisikobericht steht Vanuatu an erster Stelle. Kein Land der Welt ist durch Naturkatastrophen, wie Wirbelstürme, Erdbeben und Vulkanausbrüche mehr gefährdet als dieses kleine Land im pazifischen Ozean, nord-östlich von Australien. Worauf baut Vanuatu, wenn doch immer wieder eine Naturkatastrophe alles einreißen könnte?
"Mit Gott bestehen wir", so steht es auf dem Landeswappen der 83 Inseln. 
"Worauf bauen wir?", fragen auch die vanuatischen Frauen in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2021. Ihre Antwort ist klar: "Danke für die fruchtbaren Böden, die frische Luft, die saubere Umwelt, für den strahlenden Sonnenschein, das blaue Meer und für das stille, ruhige Wasser der Vanuatu- Inseln." 
Der Abschluss der Bergpredigt in Matthäus 7,24-27 ist der Bibeltext: "Wer meine Worte hört und sie tut, der hat auf Fels gebaut", sagt Jesus. 
Es geht ums Besser-Handeln. Der Felsentext betont, dass es auf reale Veränderung ankommt. Am 5. März kommen die Frauen aus Vanuatu zu Wort, die fast nie Gehör finden. Wir können Anteil nehmen an ihren Anliegen. Handeln allerdings müssen wir jeden Tag.

Unsere evangelische Partnergemeinde

Besonders wichtig ist uns auch die Partnerschaft mit der evangelischen Thomasgemeinde von Kaltental und vom Dachswald.
Seit vielen Jahren sind wir es gewohnt, dass wir uns gegenseitig auch an den Hochfesten zu unseren Gottesdiensten einladen, gemeinsam Gottesdienste gestalten und im Ökumene-Ausschuss jedes Jahr eine gemeinsame Kirchengemeinderatssitzung und eine ökumenische Reihe zu einem jährlich wechselnden Thema planen.