Durch das Leben

Die Feier der Sakramente

Durch die Taufe wird ein Mensch in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen. Sie bezeichnet den Anfang seines Christseins. In christlichen Familien werden in der Regel die Babys kurz nach der Geburt getauft. Es war früher und ist auch heute nicht selten, dass Erwachsene die Taufe empfangen, wenn sie Christen werden wollen. Vielleicht wird die Erwachsenentaufe in Zukunft häufiger oder sogar zum Normalfall. 
Jesu Taufe durch Johannes den Täufer am Jordan ist Vorbild für unsere Taufe. Ebenso wichtig ist aber auch sein Auftrag zur Taufe, als er nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern sagte: "Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."
In den Zeichen der Taufe, so wie wir sie heute feiern, wird ihre Bedeutung erkennbar. Das Übergießen mit Wasser ist das Kernritual der Taufe. Es bedeutet Neubeginn und Verankerung des Lebens in der überströmenden Liebe Gottes. Die anschließende Salbung mit Chrisamöl - einer Mischung aus Ölivenöl und wohlriechenden Balsamen, mit der früher Könige gesalbt wurden - besiegelt die Zugehörigkeit zu Christus, ebenso wie das Anlegen des weißen Taufkleids. Die an der Osterkerze entzündete Taufkerze lässt das Licht Jesu zeichenhaft in das Leben des Täuflings hineinstrahlen.

  • Wenn Sie für sich oder Ihr Kind die Taufe wünschen, informieren Sie sich bitte im jeweiligen Pfarrbüro St. Antonius, St. Josef oder St. Maria. und vereinbaren Sie gemeinsam mit uns einen Termin für die Taufe.

 

 

Die Firmung (lateinisch Bestärkung / Besiegelung / Bestätigung) stärkt die Christen für ihr Leben.
Während die Taufe heute zumeist kleinen Kindern gespendet wird, ist die Firmung mit dem Eintritt in das Erwachsenenleben verbunden, fällt also in die Zeit, in der die jungen Christen allmählich die Verantwortung für das eigene Leben in der Welt und in der Kirche übernehmen. So kann die Firmung zur "Vollendung der Taufe" werden.
In diesem Sakrament erhalten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren die Kraft des Geistes Gottes, indem der Bischof oder sein Vertreter ihnen die Hand auflegt und ihre Stirn mit Chrisam salbt.  Auf die Worte "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" folgt das "Amen" der Jugendlichen. Es lässt sie nun selbst für den Glauben eintreten, den andere stellvertretend für sie bei ihrer Taufe bekannt haben. Deshalb heißt die Firmung auch "Sakrament der Mündigkeit".

  • Zum Sakrament der Firmung werden bei uns in jedem zweiten Jahr alle Jugendlichen ab 15 Jahren eingeladen. Eine Einladung erfolgt rechtzeitig.
    Zuständig für die Firmung ist Pastoralreferentin Ute Beckert mit einem kleinen Kreis von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Der Kreis freut sich über alle, die Lust haben, bei der Vorbereitung auf die Firmung mitzuwirken.

  • Wenn Sie als Erwachsener das Sakrament der Firmung für sich wünschen, melden Sie sich bitte in unseren Pfarrbüros.

 

 

In Geschichte und Gegenwart gibt es unterschiedliche Formen des Zusammenlebens von Mann und Frau, von Männern und Frauen. Wenn Christen eine Ehe eingehen, lassen sie sich auf die Zusage Gottes ein: Du bist zu unwiderruflicher Liebe fähig.
Das Sakrament der Ehe spenden sich die Eheleute gegenseitig. Gott sagt ihnen im Zeichen zu: "Ihr geht euren Eheweg nicht allein. Ich, Gott, bin bei euch und werde immer mit euch gehen. Ich werde mit euch sein, wohin auch immer euer Weg euch führen wird."    

  • Wenn Sie kirchlich heiraten möchten, das Sakrament der Ehe miteinander feiern möchten, melden Sie sich bitte in unseren Pfarrbüros.
    Für uns ist es wichtig, dass Sie uns in Ihre Planungen einbeziehen, bevor Sie den Hochzeitstermin festlegen.

Wenn die sieben Sakramente aufgezählt werden, so wird das Weihe-Sakrament oft "Priesterweihe" genannt. Das Sakrament der Weihe hat jedoch drei Stufen: Diakonenweihe, Priesterweihe und Bischofsweihe - entsprechend den drei Stufen des kirchlichen Amtes. Diakone und Priester üben ihren Dienst als Mitarbeiter des Bischofs aus, der als Nachfolger der Apostel eine Ortskirche (ein Bistum bzw. eine Diözese) leitet. Der Kern dieses Dienstes besteht darin, im Auftrag Jesu Christi das Volk Gottes zu leiten, den Glauben zu verkünden und die Sakramente zu spenden.
Das Weihe-Sakrament wird durch den Bischof gespendet, indem er den Weihekandidaten einzeln die Hände auf den Kopf legt. Anschließend spricht er über alle ein feierliches Weihegebet. Diese zentralen Gesten der Weihe werden je nach Weihestufe durch eine Fülle weiterer Riten (z.B. das Anlegen der entsprechenden Gewänder, die Übergabe des Evangelienbuches oder des Kelches) ergänzt. Die Weihe ist immer eingebettet in die Feier der Eucharistie.

Wenn wir Kommunion (lat. Gemeinschaft) feiern, dann feiern wir die Mitte unseres Glaubens: Wir tun das, was Jesus Christus uns aufgetragen hat. Wir tun es unter den Zeichen von Brot und Wein. Das sind Zeichen, die für das stehen, was uns auch die Mitte des Lebens ist: Essen und Trinken.
In der Eucharistie (griechisch Danksagung) werden Brot und Wein zu Lebens-Zeichen einer neuen Welt: Gottes Welt. Wenn wir uns an das letzte Abendmahl Jesu und an seine Worte"Tut dies zu meinem Gedächtnis" erinnern, und wenn wir das Geheimnis unseres Glaubens feiern, tun wir dies im Vertrauen, dass er in Brot und Wein mitten unter uns ist.
Kommunion feiern wir in der Messe (lateinisch Sendung), nicht nur am Sonntag. Eingeladen zur Gemeinschaft mit Jesus und mit den anderen sind wir alle.

Die erste Teilnahme an diesem Sakrament feiern wir in besonderer Weise
und laden die Kinder der dritten Klassen zur Vorbereitung auf die Erstkommunion ein.

  • Diese Erstkommunionen feiern wir in St. Antonius in der Regel am 4. Ostersonntag, in St. Josef am 3. Ostersonntag und in Maria am 5. oder 6. Ostersonntag.
  • Einladungen zu einem Elternabend mit Informationen zur Vorbereitung und zur Feier der Erstkommunion erhalten Sie meist in den ersten Wochen des dritten Schuljahres.
    Bitte melden Sie sich im jeweiligen Pfarrbüro St. Antonius, St. Josef oder St. Maria, falls das nicht der Fall sein sollte.

 

 

Die Kirche kennt viele Möglichkeiten, sich mit Gott und den Mitmenschen zu versöhnen. Das Sakrament der Buße oder Beichte lädt ein zur Umkehr zu neuem Leben und zur Wiederversöhnung mit Gott, mit sich, mit den Mitmenschen, mit der Umwelt. Denn über allem, über aller Schuld, über der Tatsache, dass uns in der Welt genug Böses begegnet und wir auch nicht frei davon sind, steht die Liebe Gottes, die Jesus in der Geschichte vom Verlorenen Sohn den Menschen vor Augen stellt. Die Gewissheit dieser Liebe sich zusprechen zu lassen, ist Teil des Sakraments, ob im Gespräch mit einem Seelsorger, einer Seelsorgerin oder im Bußgottesdienst. 

  • Eine Hinführung zu diesem Sakrament bieten wir im Rahmen der Vorbereitung auf die Erstkommunion an.
  • Wenn Sie ein Gespräch mit einem Seelsorger oder Seelsorgerin wünschen, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro St. Antonius, St. Josef oder St. Maria

 

 

 

In Krankheit und Leid erfahren wir die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit, die Einschränkung unserer Freiheit, das Gefühl der Ohnmacht. Oft reißen sie uns aus dem normalen Leben und zwingen uns zur Untätigkeit und auch zur Frage nach dem Sinn des Daseins.
Jesus hat in seinem Leben oft Kranke geheilt. Durch ihn wurden Blinde sehend, Stumme sprechend und Lahme gehend. Seinen Jüngern hat er den Auftrag gegeben, Kranke zu heilen, sich um sie zu sorgen.
Durch die Salbung mit geweihtem Öl möchte das Sakrament der Krankensalbung Zeichen der Nähe, der Liebe, der Fürsorge Gottes sein. Begleitet wird es von den Worten: "Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes" (Salbung der Stirn) und "Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf" (Salbung der Hände).
Noch manchmal als "letzte Ölung" bezeichnet, wird das Sakrament der Krankensalbung missverstanden als letztes Sakrament vor dem Tod. Es kann jedoch mehrmals im Leben gefeiert werden, und es ist in unseren Gemeinden eine schöne Tradition, dass wir einmal im Jahr zum Empfang der Krankensalbung in einer gemeinsamen Feier einladen.

  • In St. Josef findet diese Feier im November statt, in St. Maria im Frühjahr.
    Den genauen Termin entnehmen Sie bitte dem zu dieser Zeit aktuellen Gemeindebrief!
  • Wenn Sie für sich oder einen Angehörigen oder jemanden in Ihrer Nähe die Krankensalbung wünschen, melden Sie sich bitte in unseren Pfarrbüros.

 

 

Im Krankheits- und Trauerfall

Wenn Sie eine Begleitung wünschen, sei es, dass Sie krank sind oder jemand aus Ihrer Familie, Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis krank ist, melden Sie sich bitte bei uns bzw. im jeweiligen Pfarrbüro.
Uns ist es wichtig, dass wir auch in Zeiten von Krankheit für Sie da sein können - oder auch in Zeiten des Abschied-nehmen-müssens.

Im Trauerfall nehmen in der Regel die Bestattungsunternehmen Kontakt zu unseren Pfarrbüros und zu unseren Seelsorgern auf. Uns sind gute Absprachen wichtig. Aber für uns ist es auch ein Anliegen, dass wir Sie in der Zeit der Trauer begleiten können - vor Ort, wenn Sie zu uns Kontakt aufnehmen oder auch durch die vielfältigen Angebote des Hospizdienstes.